Aktuell ist die Welt von einer unsichtbaren Gefahr umgeben. In der Luft, an Gegenständen oder an den eigenen Händen, überall kann der hochinfektiöse Covid-19-Virus sein. Was macht dieser Virus mit unserer Gesellschaft? Wie gehen wir damit um?
Der Ausbruch von Covid-19 in Wuhan, China, stellt die Welt 2019 auf den Kopf. Wenige Monate später erreicht das Virus auch die Schweiz. Es ist der 13. März 2020, als der Bundesrat einen schweizweiten Lockdown ausspricht (Kaufmann, 2020, S. 1). Neue Regeln und Vorschriften werden der Schweizer Bevölkerung auferlegt. Auch im Verlauf des Jahres 2020 verbessert sich die Situation in der Schweiz nicht. Der aktuelle Alltag ist mit dem vor der Pandemie nicht mehr zu vergleichen.
Studieren während Corona
Ich wache am Morgen auf und stelle fest, dass die aktuelle Lage kein Traum war. Ich setze mich allein zu Hause an meinen Schreibtisch und starte den Laptop. Ein normaler Arbeitstag im Zeitalter von Covid-19 beginnt. Wie jedes Jahr starten viele Studierende diesen Herbst 2020 mit einem Studiengang an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Auch ich habe mich trotz der speziellen Situation dazu entschieden. Anfangs Semester finden noch Vorlesungen vor Ort statt. Doch schon einige Wochen später spitzt sich die Situation in der Schweiz wieder zu. Eine zweite Virus-Welle verbreitet sich. Aus diesem Grund ist ab dem 2. November 2020 grundsätzlich auf Präsenzunterricht an Hochschulen zu verzichten (Bundesamt für Statistik, 2020). Nun finden alle Vorlesungen online per Fernunterricht statt. Es ist eine Umstellung für alle. Die grösste Herausforderung für mich ist der fehlende Kontakt zu den Mitstudierenden. Man kann sich nur noch über Onlineplattformen zusammen unterhalten. Der Studentin Angelina Markl geht es gleich. Ihr fehlen die gemeinsamen Pausen mit den Mitstudierenden. Vor allem der persönliche Austausch untereinander, sei es über behandelte Themen oder einfach über das Privatleben, vermisst sie sehr. Zudem seien Gruppenarbeiten für sie virtuell viel schwieriger (FHNW, 2020). Dies können meine Mitstudierenden und ich nur bestätigen.
Soziale Kontakte
Menschliche Beziehungen wie mit Freundinnen und Freunden oder Familienangehörigen leiden unter den aktuellen Umständen sehr. Es ist mir nicht erlaubt, meinen Geburtstag mit meinem engsten Freundeskreis und mit meiner Familie zu feiern. Die neuen Massnahmen vom 28. Oktober 2020 verbieten private Treffen von mehr als zehn Personen. Auch Discos müssen schliessen und öffentliche Partys sind verboten (Bundesamt für Statistik, 2020). Dies ist besonders für junge Erwachsene schwierig umzusetzen. Die Jugendcoachin, Pascale Erni, bestätigt dies. Gerade in der Pubertät sei es für Jugendliche problematisch, mit den Massnahmen umzugehen. Viele treffen sich trotz den Vorschriften mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Laut Pascale Erni ist das aber nur eine Minderheit. Die meisten halten sich an die neuen Regeln (Furer, 2020).
Freizeitaktivitäten
Leider schränkt uns die Pandemie nicht nur beruflich, sondern auch in unserer Freizeit sehr ein. Viele öffentliche Aktivitäten sind nicht mehr oder nur mit Einschränkungen möglich. Sei es der tägliche Besuch im Fitnessstudio oder der Kinobesuch am Wochenende. Wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist, gilt eine Mund-Nasen-Maskenpflicht. Beim Besuch im Restaurant sind nur noch vier Personen pro Tisch erlaubt (Bundesamt für Statistik, 2020). Unter diesen Regelungen leidet nicht nur die Gesellschaft, auch die Betriebe haben grosse Schwierigkeiten. Laut der Luzerner Zeitung haben Fitnessstudios bis zu 40 Prozent weniger Besucher (Jordan, 2020). Auch ich besuche das Fitnessstudio nicht mehr, das Ansteckungsrisiko ist mir zu gross. Letztlich müssen alle ihren Beitrag leisten, damit sich unsere Situation verbessert.
___
Literaturverzeichnis
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnahmen-des-bundes.html Bundesamt für Gesundheit BAG. (Ohne Datum, 2020). Coronavirus: Massnahmen und Verordnungen. Abgerufen von
FHNW. (Ohne Datum, ca Mitte 2020). Angelina Markl. Abgerufen von https://www.fhnw.ch/de/studium/lifesciences/studieren-und-arbeiten-im-corona-lockdown/angelina-markl
Furer, J. (2020, April 12). «Manche Jugendliche sind nicht bereit, sich komplett auf die Regeln einzulassen». blue News. Abgerufen von https://www.bluewin.ch/de/leben/lifestyle/manche-jugendliche-sind-nicht-bereit-sich-komplett-auf-die-regeln-einzulassen-377788.html
Jordan, G. (2020, September 11). Nach dem Sommer ab ins Gym? Fitnesscenter haben wegen Corona 40 Prozent weniger Besucher und kaum Neuabonnenten. Luzerner Zeitung. Abgerufen von https://www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/nach-dem-sommer-ab-ins-gym-fitnesscenter-haben-wegen-corona-40-prozent-weniger-besucher-und-kaum-neuabonnenten-ld.1251012
Kaufmann, S. (2020). COVID-19 outbreak and beyond: the information content of registered short-time workers for GDP now- and forecasting. Swiss Journal of Economics and Statistics, 156 (1), 1. Abgerufen von https://search.proquest.com/docview/2441675718/61A5CDEE97454ABCPQ/1?accountid=151164
Travelbook. (2020, August 14). So wirkt sich Corona auf den Frieden in der Welt aus. Abgerufen von https://www.travelbook.de/news/so-wirkt-sich-corona-auf-den-frieden-in-der-welt-aus